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beWild

…eine Initiative für den bewussten

Umgang mit Wildtieren und ihrem Lebensraum.

beWild

 

 

Verläuft durch dein Schlafzimmer auch ein Winterwanderweg? Vielleicht ein Geocache unter deinem Sofa? Inwiefern stören wir Wildtiere während unserer Freizeitaktivitäten?


Die Initiative bewusstWild gibt Einblicke in den Alltag der Wildtiere, und informiert worauf du zum Beispiel beim Wandern, Schneeschuhlaufen oder Mountainbiken achten kannst, um Wildtiere in ihrem Lebensraum nicht unnötig zu stören.


Mach mit! Bekenne dich bewusstWild und übernimm Verantwortung, wenn du dich in der wilden Natur bewegst.










Stress im Wald

 

Mit der Zunahme verschiedener Freizeitaktivitäten halten sich immer mehr Menschen im Lebensraum von Wildtieren auf und Beunruhigungen nehmen zu. Ob mit dem Hund oder mit dem Mountainbike oder den Schneeschuhen unterwegs - Wer ein paar Regeln einhält, schützt Wildtiere, Verbotsschilder wären dann Schnee von gestern.

Denn bewusstWild heißt, das »Warum« hinter Regeln und Verbotsschildern zu verstehen und zu erkennen, wie man selbst einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt im Schwarzwald leisten kann.

Genau wie wir Menschen brauchen Tiere Nahrung und einen Platz, an dem sie ungestört sein können. Tiere fühlen sich dann ungestört, wenn der Mensch für sie berechenbar bleibt. Das wird dann möglich, wenn er sich in der Natur an Wege oder markierte Pisten hält und nicht während der Dämmerungszeit, der aktivsten Zeit vieler Tiere, querfeldein durch den Wald läuft.

Besondere Rücksicht gilt auch während der Zeit der Partnersuche und der Jungen-aufzucht und wenn Wildtieren ein geeignetes Rückzugsgebiet fehlt, wie zum Beispiel eine Wildruhezone.

 

 

Wir sollten uns also immer wieder bewusst werden, wo wir uns gerade befinden, welche Waldbewohner hier leben und welche Auswirkung unser Verhalten auf sie haben kann.

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Moderne Leuchtmittel ermöglichen ein Naturerleben auch während der Dämmerung oder in der Nacht. Eine Fackelwanderung oder eine Mondscheintour sind ein ganz besonderes Erlebnis – allerdings nicht nur für uns, sondern auch für die wilden Tiere im Wald. Viele Wildtiere haben ihren Tagesrhythmus an die Waldnutzung durch den Menschen angepasst.

Tagsüber, wenn viele Menschen im Wald unterwegs sind, ruhen sich die Tiere aus und halten sich versteckt in dichten Baumgruppen auf. Die ruhigen Nachtstunden hingegen nutzen sie zur Nahrungsaufnahme, um ihren Energiebedarf zu decken.

Vor allem im Winter und während der Brut-, Balz und Aufzuchtszeiten haben Wildtiere einen erhöhten Energiebedarf. Eine Flucht, zum Beispiel ausgelöst von einer plötzlich auftauchenden Stirnlampe, kostet ein Wildtier viel Energie. Diese Energie muss über das Futter wieder aufgenommen werden. Fehlen dem Wildtier die ruhigen Dämmerungs- und Nachtzeiten zur Nahrungsaufnahme kann dies zu Lebensgefahr aufgrund von Energie-engpässen und somit zum Verhungern einzelner Tiere führen.

Wie sich Wildtiere an den Menschen anpassen können zeigt eine wissen-schaftliche Studie im Südschwarzwald. Mit Hilfe von Sendern, welche Rothirschen angelegt wurden, konnte nachgewiesen werden, dass Hirsche tagsüber die stark frequentierten Bereiche rund um Wander-wege oder Loipen meiden. Nachts jedoch, wenn kaum Menschen unterwegs sind, haben die Hirsche direkt an den Wegen nach Nahrung gesucht.

Dieses Beispiel offenbart wie Wildtiere lernen dem Menschen zeitlich auszuweichen. Würden während dieser bisher ruhigen Nachtstunden Menschen mit Fackeln oder Stirnlampen unterwegs sein, hätten die Wildtiere keine Möglichkeit mehr in vom Menschen genutzten Waldgebieten zu leben.

Das Beispiel zeigt aber auch, dass wir als Menschen mit ein paar einfachen Verhaltens-regeln, unseren Wildtieren das (Über)leben in der Kulturlandschaft erleichtern können.

 

 

Vor allem für stadtferne Gebiete gilt: Verzichte während der Dämmerungs- und Nachtzeiten auf den Waldbesuch mit Stirnlampen oder Fackeln.

Ein Miteinander von Wildtieren und Menschen ist möglich, wenn wir uns nach den
bewusst Wild-Basics 🖣 richten :

1.d Berechenbarkeit!

Solange du dich auf Wegen und Pisten befindest, bleibst du für Wildtiere berechenbar und wirst von ihnen nicht als Bedrohung eingestuft. Wenn du dennoch die Wege verlässt, sei dir einfach bewusst, dass du dadurch eine kräftezehrende Fluchtreaktion auslösen kannst. Das gilt auch für deinen Hund.


Wildtiere können lernen, wo sich Menschen in ihrem Lebensraum aufhalten. Das funktioniert, wenn unsere Aktivitäten berechenbar sind, das bedeutet regelmäßig am selben Ort und zur selben Zeit stattfinden. Wildtiere nutzen dann die Zeiten zur Nahrungssuche, in denen keine Menschen anwesend sind. Deshalb siehst du auch so selten Wildtiere auf deiner Tour.

Unberechenbare Begegnungen führen bei Wildtieren meist zu kräftezehrenden Fluchtreaktionen. Rothirsche zum Beispiel flüchten oft mehrere Kilometer bis sie sich wieder sicher fühlen. Durch die plötzliche und lange andauernde Anstrengung verlieren die Tiere viel Energie. Das kann vor allem im Winter richtig gefährlich werden. Denn zu dieser Zeit ist Nahrung knapp und die wichtigen Energiereserven können nur schwer oder gar nicht wieder aufgefüllt werden. 

Auf diesen Seiten kannst du dich vor deiner Tour über die ausgewiesenen Wege, Routen und Pisten sowie über Schutzgebiete informieren:
www.touren-bw.de
udo.lubw.baden-wuerttemberg.de

 

2.fBetrachtungsweise!


Stelle Dir vor, der Wald ist auch das Ess- und Schlafzimmer für Wildtiere. Wenn wir im Wald unterwegs sind, sind wir keineswegs alleine. Auch wenn wir keine Tiere sehen oder hören sind wir in ihrem Schlaf- oder Esszimmer unterwegs. Ändere deine Betrachtungsweise und stelle dir vor, es würde immer das Handy klingeln, wenn wir essen oder schlafen wollen! Das wäre doch auf die Dauer ziemlich anstrengend, oder?

Achte zum Beispiel mal auf s.g. „Wildwechsel“ – quasi die Straßen der Tiere im Wald. Das sind kleine, ausgetretene Pfade, die oftmals auch Forstwege queren. Wildtiere nutzen diese, um sich im Wald besser fortbewegen zu können. Das Wissen zu diesem Wegenetz wird innerhalb einer Tierart von Generation zu Generation weitergegeben!

 

3.e Begeisterung


Du bist begeistert von deiner Sportart. Aber auch Wildtiere begeistern!  Finde heraus, wie Wildtiere leben, wo sie schlafen, was sie fressen und wann sie Ruhe brauchen. Je mehr du über Wildtiere und ihre Lebensweisen Bescheid weißt, desto einfacher fällt es dir mit Rücksicht unterwegs zu sein!

Rothirsche können im Winter einen „Ruhemodus“ einschalten. Das bedeutet, dass sie ihren Stoffwechsel herunterfahren und sich so wenig wie möglich bewegen. Das spart erstens Energie und zweitens brauchen sie so weniger Nahrung. Da es im Winter nur wenig zu fressen gibt, ist das ziemlich clever! Wird ein Rothirsch beunruhigt, zum Beispiel durch eine unvorhergesehene Begegnung mit einem Menschen, flüchtet er und braucht dafür viel Energie, die er mit dem wenig verfügbaren Nahrungsangebot im Winter nur sehr schwer wieder aufnehmen kann.

Weitere spannende Informationen zu Dachs, Fuchs und Feldhase findest du unter
www.deutschewildtierstiftung.de
respektiere-deine-grenzen.at
oder bald auf www.bewusstwild.de



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Wir sagen DANKE, dass du dich in unserem Lebensraum verantwortungsvoll verhältst und…

 

 ...auf den Wegen, markierten Routen und Pisten bleibst.

 

 ...Dämmerung und Nachtzeiten meidest.

 

 ...bereits bei der Planung deiner Tour auf Wildtier-Lebensräume achtest.

 

 



 

Der Verein Auerhuhn im Schwarzwald ist die zentrale Anlaufstelle und Ansprechpartner für Waldbesitzende, Förster*innen, Jagende, Naturschützende und alle, die sich gerne in den Auerhuhnwäldern des Schwarzwalds aufhalten.

Unsere Mitglieder sind Personen und Verbände die sich zusammengeschlossen haben um etwas für den Erhalt des Schwarzwälder Urvogels zu tun. Uns verbindet ein starkes Netzwerk, das eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Naturschutz, Forst, Jagd und Tourismus ermöglicht. Unser Ziel ist es das Auerhuhn langfristig im Schwarzwald zu erhalten.

  www.auerhuhn-schwarzwald.de

YSteuerungsgruppe

 

Die Initiative bewusstWild versucht möglichst nahe an der Praxis zu sein, um dir interessante Hintergrundinformationen und dir in deiner Freizeitaktivität möglichst passende, attraktive und realisierbare Verhaltenshinweise geben zu können. Deshalb wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet, in der Akteure aus vielen verschiedenen Themenfeldern zusammenkommen, die der Trägerschaft von beWild beratend zur Seite stehen und Ideen und Vorschläge einbringen.


Mitglieder der Steuerungsgruppe sind:
Schwarzwaldverein | DIMB | RP Freiburg: Referat forstliche Förderung | MLR | FVA | LJV | STG | Ferienregion Münstertal Staufen | LSV-BW | Feldberg Ranger / RP Freiburg: Referat 56 Naturschutz und Landschaftspflege

QNaturpark Südschwarzwald

 

Der Südschwarzwald ist eine der schönsten Erholungsregionen Deutschlands: Berge, wilde Schluchten, urige Schwarzwaldhöfe, blühende Wiesen, dichte Wälder – eine einzigartige Mischung aus Natur, Kultur und Tradition.

Der Naturpark Südschwarzwald beherbergt viele Tier- und Pflanzenarten, die hier heimisch und einzigartig sind. Als größter Naturpark Deutschlands stellt er sich der Verantwortung als Lebensrauminsel für zahlreiche wildlebende Tiere, und setzt sich gleichzeitig für einen nachhaltigen, sanften Tourismus ein, der Natur und Umwelt nicht schadet. Nicht nur für seltene Waldbewohner, wie Auerhuhn und Luchs, unterstützt der Naturpark Naturschutz- und Umweltbildungsprojekte mit dem Ziel, Begeisterung zu wecken, Wissen zu vermitteln und auch aktiv Lebensräume zu erhalten und zu gestalten.


Mehr Informationen unter
www.naturpark-suedschwarzwald.de


Kontakt

 

Naturpark Südschwarzwald e.V.

Dr.-Pilet-Spur 4

79868 Feldberg

 

Projektbetreuung

Mirjam Willert

0177 45 95 53 9

info@bewusstwild.de

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VDein Kompass

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  Die Initiative bewusstWild wird vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg gefördert.

 Impressum

 

 

Florian FroschPostfach 584879026 Freiburg im BreisgauTelefon 0761/ 7680486 oder 0176/63161168info@wildwege.dewww.wildwege.de

 

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